Entwurfsplanung zur Rückholung der radioaktiven Abfälle von der 750-m-Sohle der Schachtanlage Asse II
Planungsbegleitende Prozesssimulation der Rückholprozesse
In die Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel wurden zwischen 1967 und 1978 schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingelagert, die im Zuge der Stilllegung der Schachtanlage schnellstmöglich zurückgeholt werden müssen. Die Planung der Rückholung der radioaktiven Abfälle ist in verschiedenen Projekten untergliedert. Die hier beschriebenen Leistungen sind im Rahmen der „Entwurfsplanung zur Rückholung der radioaktiven Abfälle aus den Einlagerungskammern der 750-m-Sohle" erbracht worden.
Für die Entwurfsplanung wurde die ARGE „EPL RH 750-m1' bestehend aus den Konsortialpartnern Uniper Nuclear Service, Redpath Deilmann GmbH, TÜV Rheinland Industrie Service GmbH sowie ERCOSPLAN Ingenieurgesellschaft Geotechnik und Bergbau beauftragt. Zusätzlich zu den vier Konsortialpartnern wurde die INGE ZPP als Nachunternehmer, bestehend aus ZPP Ingenieure AG, SD Ingenieure GmbH und BUNG-PEB Tunnelbau-Ingenieure GmbH beauftragt.
Die Leistungen der INGE ZPP betreffen die Synthese der Planungsgrundlagen, wesentliche Bestandteile der technischen Planung, die Erstellung von Unterlagen zur Erfüllung der Genehmigungsvoraussetzung sowie die Termin- und Kostenplanung. Außerdem ist die INGE ZPP federführend für die Bearbeitung des prozessorientierten Informationsmanagements sowie für die Entwicklung interaktiver Dashboards für die Dokumentenverwaltung und für ARGE interne Dokumentenprüfläufe zur Gewährleistung der weiteren Verwendung in der Prozesslandschaft verantwortlich.
Eine Darstellungsform von Prozessen zur Beschreibung des Vorhabens wurde entwickelt und mit den ARGE-Partnern planungsbegleitend inhaltlich ausgearbeitet. Auf Basis dieser Prozessdiagramme wurde eine Prozesssimulation zur Abbildung der Rückholung erstellt mit dem Ziel, Zeitbedarfe zu ermitteln und Engpässe in den Betriebsabläufen zu identifizieren. Ferner wurde ein Konzept entwickelt zur Strukturierung und Aufbereitung von Dokumenten, die planungsbegleitend erstellt werden sowie zur Abbildung des Zusammenhangs zwischen Dokumenten und den Prozessen der Rückholung. Ebenso wurde eine Verknüpfung dieser Informationen mit dem BIM-Modell umgesetzt. Hierzu wurden die Modelle teilweise nachattribuiert bzw. nachmodelliert. Dieses Konzept wurde in Form von interaktiven Dashboards umgesetzt.
Auf Basis, der im prozessorientierten Informationsmanagement beschriebenen Prozesssimulation, wurden Terminplänen zur Beschreibung des Betriebs der Rückholung erstellt.